Allgemein

Nicht immer ist es der Weihnachtsmann oder das Christkind. In den verschiedenen Regionen Europas haben sich dazu unterschiedliche Traditionen entwickelt. Unser Motiv Weihnachtszeit stellt diese als kleinen Streifzug durch die Kulturgeschichte des Schenkens dar.

Nachfolgend ein paar Erläuterungen zu den Bildern. Nicht erwähnte Bilder gelten übergreifend.

Bild 4 Griechenland
Geschenke werden am Silvester abend ausgetauscht. Größtenteils regionale, bzw. örtliche Weihnachtstraditionen. Am 6. Januar tauchen Männer im kalten Meer nach einem Kreuz, das vom örtlichen Priester hinein- geworfen wurde.
Bild 5 Niederlande, Belgien
Aus Spanien per Dampfschiff kommend, reitet »Sinterklaas« auf einem »Zwarte Piet« bringt den Kindern am 5. Dezember (Belgien am 6.12.) die Geschenke durch den Schornstein. »Zwarte Piet« war einst ein Sklavenjunge mit Namen Petrus. Er blieb zum Dank bei Sinterklaas, der ihn freigekauft und ihm so die Freiheit geschenkt hat.
Bild 6 Deutschland, Luxemburg, und andere
»Nikolaus« kommt am 6. Dezember auf einem Reittier mit einem Sack Geschenke sowie einer Rute für Unartige. Er legt Geschenke in einen am Vorabend bereitgestellten »sauber geputzten« Schuh.
Bild 7 fast überall
Mistelzweige sind wegen ihrer immergrünen Blätter das Symbol des Lebens. Auch Glückssymbol und weihnachtlicher Grünschmuck, da die Mistel zur Weihnachtszeit viele leuchtende Beeren trägt.
Bild 9 Russland
»Babuschka« versäumte am 6. Januar, den Heiligen Drei Königen zu helfen. Seitdem verteilt sie kleine Geschenke auf ihrer Suche nach dem Jesus-Kind. Die eigentliche Geschenkeübergabe findet jedoch am 1. Januar statt. Diese werden von »Väterchen Frost« am 31. Dezember unter den Weihnachtsbaum.
Bild 13 Skandinavien
Lichterfest der heiligen Lucia am 13. Dezember. Das älteste Mädchen der Familie verkleidet sich als »Lucia königin« mit Haarkranz aus Preiselbeer zweigen und brennenden Kerzen und serviert der Familie Kaffee und Safranbrot.
Bild 14 Frankreich
Das ganze Haus ist festlich geschmückt, wenn am 24. Dezember »Père Noël« in einem langen roten Gewand mit Zipfelmütze erscheint. Die Geschenke werden meist unter den Weihnachtsbaum gelegt.
Bild 15 England, USA, Australien
»Santa Claus« oder »Father Christmas« saust mit seinem Rentier schlitten um die Welt und verteilt Geschenke in Strümpfe, die am Kamin aufgehängt sind.
Bild 16 Skandinavien
Am 24. Dezember wird etwas zu Essen und Trinken als Dank für den kleinen Weihnachtswichtel »Juletomte« bereit gestellt. Dieser hinterlässt dafür Geschenke, die am Abend ausgepackt werden.
Bild 17 Italien
Die gute Hexe »Befana« fliegt in der Nacht zum 6. Januar – nach dem Jesuskind suchend – mit ihrem Besen von Haus zu Haus und bringt Geschenke. Unartige werden bestraft.
Bild 19 Deutschland, fast überall
Am 24. Dezember erleuchtet ein festlich geschmückter »Weihnachtsbaum« das Wohnzimmer. Darunter liegen Geschenke, die das » Christkind« gebracht hat. Oft gibt es auch ein Lebkuchenhaus – siehe Bild 12
Bild 23 Spanien und andere
Die Heiligen Drei Könige ziehen am 6. Januar in die Dörfer ein und bringen Geschenke. Teilweise mit prachtvollen Umzügen reiten die Könige auf echten Kamelen mit buntem Gefolge. Die Kinder stellen am Vorabend Wasser und Brot vor die Tür und bekommen dafür Geschenke.
Bild 24 Deutschland und andere
So unterschiedlich die Bräuche und Geschenkeübergabe in den verschiedenen Ländern auch gefeiert werden, es ist immer der gleiche Anlass, der verbindet: Es soll an die Geburt Christi erinnert werden, der als »Geschenk Gottes« auf die Welt kam. Gefeiert wird dies (fast überall) mit einem Festmahl.

In Deutschland (und zunehmend auch in Skandinavien) erhalten Kinder für die Vorweihnachtszeit einen »Adventskalender«. Dieser bietet für alle 24 Dezembertage vor Weihnachten ein Türchen mit einer dahinter versteckten Süßigkeit. Täglich darf ein Türchen geöffnet werden, was das lange Warten auf das Christkind versüßen soll.

Einen solchen Adventskalender kann man mit den 24 Bildern aus »Weihnachtszeit« selbst basteln. Die »Nummern« auf jedem Bild stellen die Tage dar.


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